Go´s und No-Go´s in Schweden

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Im Prinzip ist Schweden ein Land mit westeuropäischer Kultur, Tradition, Geschichte und Religion, aber trotzdem gibt es Unterschiede zu uns im alltäglichen Leben und im Umgang miteinander.
Hier ist alles etwas anders, das merkt man schon, kaum dass man die Grenze übertritt. Die allgegenwärtigen Fahnen, bei uns sieht man sie höchstens bei Fußballweltmeisterschaften, während die Schweden ein vollkommen unverkrampftes Verhältnis zu ihren Staatssymbolen haben.
Und dann der Straßenverkehr, gemächlich und ruhig fließt er dahin, (außerhalb der Großstädte!), bei niedrigen Höchstgeschwindigkeiten. Die sollte man auch tunlichst nicht überschreiten, denn 200€ und mehr, wird man hier schneller los als man denkt. Auch Abblendlicht ist Pflicht!
Insgesamt ist man in Schweden entspannter und gelassener, man drängelt nicht an Kassen, man ist eher leise als laut, eher bescheiden und zurückhaltend, als aufdringlich. Deshalb sollte der Tourist auch möglichst nicht versuchen beim Einkauf zu handeln, es sei denn in einem Trödelladen.
In Restaurants und Cafés kann man sich auf Selbstbedienung einstellen, und auch dass man Getränke beliebig nachnehmen kann, ist oft selbstverständlich. Ausgenommen alkoholiche Getränke, die gibt es in Schweden nur in speziellen Geschäften, Systembolaget genannt, die man in jeder größeren Stadt findet. Hier und auch in vielen anderen Geschäften, wie Post, Konditoreien, Apotheken, gibt es eine weitere Besonderheit, man zieht eine Nummer und wartet, bis man aufgerufen wird. Vergisst man das Nümmerchen, steht man eventuell recht lange da.
Hat man das Vergnügen privat bei Schweden eingeladen zu werden, so sollte man einige Gewohnheiten beachten. Der Schwede zieht nämlich grundsätzlich die Schuhe aus, sobald er ein Haus betritt. So türmen sich oft Schuhe in der Diele und die Gäste stehen fein gemacht, aber barfuß herum. Friert man leicht, helfen Söckchen.
Beim Essen geht es entspannt und leger zu, es schmeckt wie bei uns, es sei denn man hat Glück und bekommt schwedische Spezialitäten serviert, die einen interessanten Einblick in die schwedische Kultur und Traditionen bieten. Eines darf man aber nicht vergessen, nämlich sich für das Essen zu bedanken. Tack för maten!, sagt man, und auch später sollte man den Dank wiederholen, sei es per Brief oder Telefon. Das ist ein Muss!
Eine weitere Besonderheit ist der ungezwungene Umgang miteinander, denn in Schweden duzt man sich. Der Schüler den Lehrer, der Angestellte den Chef, der Patient den Arzt, der Einheimische den Touristen und umgekehrt. Jeder wird beim Vornamen angesprochen.
Das Haupt-Muss für einen entspannten Aufenthalt sind zwar Freundlichkeit und Höflichkeit, aber die Herzen der Menschen erreicht man mit ein paar Worten in ihrer Sprache.

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